Frauenpower

14.06.2017 – Ob Frauen gut einparken können, wurde am Samstagnachmittag nicht geklärt. Aber dass Frauen sich mit einer Landkarte ausgerüstet gut im Wald orientieren können, wurde an diesem Nachmittag eindeutig unter Beweis gestellt.

Im Rahmen ihres Projekts „Die Kolpingsfamilie spricht junge Familien an“ hatte die Kolpingsfamilie Iserlohn zu einem Orientierungslauf in den Heidewald eingeladen.
Diplom Biologe Tim Graumann hatte für die Erwachsenen Pläne vorbereitet, auf denen eine Strecke eingezeichnet war, die es zu finden galt und einen Aufgabenzettel für den erwartungsfrohen Nachwuchs.
Junge Mütter, eine jung gebliebene Großmutter und eine fast ebenso jung gebliebene Urgroßmutter machten sich also mit insgesamt 14 Kindern auf den Weg. Beim nächsten Mal würden bestimmt auch Väter wieder vertreten sein, wurde uns versichert. Heute waren es also die Frauen, die den Nachwuchs anhand der Karte sicher durch den Wald zu den an verschiedenen Stellen wartenden Streckenposten führten.
Was eigentlich eine naturkundliche Wanderung war, entwickelte für die Jungen und Mädchen schnell zu einem großen Spaß. Ins Gebüsch kriechen, Blätter, Stöcke und Früchte sammeln, durch Matsch trampeln, das war so richtig nach ihrem Geschmack.
Auf der Terrasse des Gemeindezentrums St. Josef hatten inzwischen fleißige Helfer Getränke bereitgestellt, und der Würstchengrill roch auch schon ganz einladend, als die Gruppen wieder zurückkehrten.
Insbesondere die Kinder waren „gut drauf“, als sie ihre gesammelten Schätze präsentieren konnten. Sie wurden dafür sehr gelobt und mit Süßigkeiten belohnt. Welches ist die größte Pflanze im Wald? Das wussten weder die Kinder noch die Erwachsenen zu beantworten. Es sind nicht die Bäume, erklärte Herr Graumann, es ist der Pilz, der unter der Erdoberfläche kilometerlange Wurzeln entwickeln kann. Schön, dann wissen wir das jetzt auch!
Heinz Hermann Mausbach von der Kolpingsfamilie bedankte sich anschließend bei Herrn Graumann für die Vorbereitung und Durchführung der Aktion und bei den Helferinnen und Helfern der Gemeinde St. Josef und der Kolpingsfamilie. Die jungen Familien ermutigte er, eigene Vorstellungen für weitere Aktionen einzubringen und – wenn möglich – zur nächsten Aktion „Wir spüren Fledermäuse auf“ wiederzukommen.

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