Tagung „Aktiv für Flüchtlinge“ mit Ahmad Mansour

Erzbischof dankt Helfern der Flüchtlinge    

Tagung „Aktiv für Flüchtlinge“ mit Ahmad Mansour

Mehr als 200 in der Flüchtlingshilfe engagierte Ehrenamtliche aus dem Erzbistum Paderborn waren am Samstag, 22.10.2016, der Einladung von Erzbischof Hans-Josef Becker zur Fachtagung „Aktiv für Flüchtlinge“ in Dortmund gefolgt. Die Tagung stand im Zeichen des Dankes für das Engagement der Ehrenamtlichen, thematisierte aber ebenso die Schwierigkeiten der Hilfen für Geflüchtete. 

Nach eineinhalb Jahren intensiver Flüchtlingsarbeit gebe es jedoch auch Ernüchterung. Dies sollte dazu führen, die Dinge nüchterner und realistischer zu sehen. „Wir brauchen einen Blick auf die Wirklichkeit, der geprägt ist von Wohlwollen und Hilfsbereitschaft, der aber auch nüchtern die Schwierigkeiten benennt und versucht, sie zu lösen, statt sie zu leugnen“, sagte Erzbischof Becker.

Zum Abschluss feierte Erzbischof Hans-Josef Becker mit den Teilnehmern einen Gottesdienst in der St. Petri-Kirche.            

hier geht es zum vollständigen Artikel auf der Internetseite des Erzbistums

 

 

 


 

Friedenslicht2015„Hoffnung schenken – Frieden finden“

Unter diesem Motto setzt die diesjährige Friedenslichtaktion Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht. Sie ist eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF), die im Jahr 1986 begann.

In Deutschland wird das Licht  seit 22 Jahren als Gemeinschaftsaktion des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP),der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG),der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG),des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) weitergeben.

Am 3. Advent wurde das Friedenslicht um 15:00 Uhr mit dem Zug aus Wien kommend in der Dortmunder Reinoldikirche verteilt. Um an dem Aussendungsgottesdienst teilzunehmen und das Friedenslicht am selben Tag in unsere Kirche weiterverteilen zu können, fuhren Sare Ghide Berhe (25) und Wolfgang Kretschmann nach Dortmund.

Sare vor der ReinoldikircheFür Sare  war der Tag ein besonderes Erlebnis.

Nachdem er aus Eritrea geflüchtet war und nach Deutschland kam, wurde er in Dortmund aufgenommen und kam über Unna nach Iserlohn. Sare hatte nur das Aufnahmelager kennengelernt und stand jetzt mitten auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt vor einem riesigen Tannenbaum. Auf dem Fußweg von unserem Parkplatz zur Reinoldikirche kamen uns auch unzählige „Pilger“ entgegen, die alle in „Schwarz-Gelb“ gekleidet waren und zum Fußball-Stadion gingen.

In der Kirche angekommen, hatten wir das Glück noch einen Stehplatz zu bekommen, von dem wir den Gottesdienst recht gut mitfeiern konnten. Das Erlebnis einer in jeder Altersgruppe gefüllten Kirche ist sonst wohl nur zu Weihnachten zu finden.

Auf einer großen Leinwand war ein „Countdown“ aufs Weihnachtsfest angezeigt. In der Hektik der Vorbereitung sollte der Gottesdienst auch zeigen, dass zur Vorbereitung auf das wahre Weihnachten andere Dinge bedacht werden sollten; dass Umkehr durch konkrete Taten der Barmherzigkeit, der Menschlichkeit und Nächstenliebe geschieht.

Sind wir nicht nahe dran, das Fest der Liebe zu verlieren? Aber wir feiern ja Weihnachten. Unser Einsatz ist immens. Viele werden in die Kirchen kommen und wir freuen uns über jeden einzelnen. Aber was soll man nur sagen, wenn die Schaufenster und Dekorationen, die Werbespots und Weihnachtsmärkte so gewaltig predigen;  wenn die Fälschungen so laut sind und das Original so leise?

Der Gottesdienst war eben auch eine Zeit, um frei zu werden vom Lärm und Getöse und das Einfache und Stille hinter der Verpackung zu entdecken, eben das Licht, Jesus, den Menschensohn, Jesus, das Licht der Welt.

Gott hat es in unsere Dunkelheit gebracht. Er steht dazu, zu seinem Licht. Es wird sich ausbreiten, wenn wir in diesen Tagen unsere leeren Akkus wieder auffüllen, unsere inneren, geistlichen Batterien, und wir dieses Licht dann weitergeben. Lassen wir es in uns aufleuchten und zum Zeichen werden gegen Gewalt und Fremdenhass.

Wir brauchen dieses Licht, Jesus, den Mensch gewordenen Gott, das Kind in der Krippe und den Mann am Kreuz.

Komm, Jesus, Licht der Welt, komm und mach´ unser Dunkel hell!


 

 

Flüchtlingshilfe im Pastoralverbund Iserlohn

 

Anfang Juni ziehen in das Pfarrhaus an der Schulstrasse zehn Flüchtlinge aus Eritrea ein.

Bislang haben sie in einem Asylbewerberheim gewohnt und werden nun in einer Wohngemeinschaft zusammen im Pfarrhaus leben. Die jungen Männer sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Insbesondere in den ersten Monaten brauchen Sie Begleitung und verlässliche AnsprechpartnerInnen, um sich hier zurecht zu finden, Deutsch zu lernen, „Land und Leute“ kennenzulernen und sich bei uns wohlzufühlen.

Durch den Aufbau von Beziehungen und damit dem Aufbau von Vertrauen können wir herausfinden, was diese jungen Menschen an Begleitung brauchen.

Der Kontakt mit Flüchtlingen mit uns oft fremdem kulturellen Hintergrund fordert uns heraus, aber kann uns auch auf vielfältige Weise bereichern.

So können aus Fremden wahrhaft Freunde werden!

 

Zur Koordinierung der Hilfe gibt es eine Projektgruppe:

Helena Haack

Ulrike Böhmer

Pfarrer Johannes Hammer

Wolfgang Kretschmann

Heiner G. Hofmann

Vikar Stefan Kendzorra

 

Interessierte melden sich bitte per Mail unter: fluechtlingshilfe@pviserlohn.de

oder im Pastoralverbundsbüro St. Aloysius: 02371/2194420

 

Weitere Unterstützung bei der konkreten Hilfestellung im Haushalt und Garten, bei Arzt- und Behördenbesuchen, bei der Freizeitgestaltung etc. ist herzlich willkommen.

 

 

Sie können sich zur weiteren Information auch unser Video zum Projekt Flüchtlingshilfe im Pfarrhaus Hlst. Dreifaltigkeit anschauen:

 



Flüchtlingspaten im Pastoralverbund Iserlohn gesucht


Die Projektgruppe "Flüchtlingshilfe im Pastoralverbund Iserlohn" sucht weitere Flüchtlingspaten für die Flüchtlinge aus Eritrea im Pfarrhaus Hlst. Dreifaltigkeit. Sie können sich gerne unter der Mailadresse fluechtlingshilfe@pviserlohn.de oder im Pastoralverbundsbüro, Hohler Weg 44, 58636 Iserlohn, unter der Telefonnummer 02371/2194420 melden. www.pviserlohn.de