"Da sein..." Impulse des Pastoralteams und ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten eingeschränkter Präsenzgottesdienste

01.03.2021 – "Da sein..." unter diesem Motto sind das Pastoralteam und die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im PV Iserlohn auch weiterhin für Sie und Ihre Anliegen da! In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Videos, Audios, Bilder, Newsletter, Gebete .....

24. März 2021: Barmherzigkeit – ein Impuls zum Mittwoch in der 5. Fastenwoche als Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

17. März 2021: Geduld – ein Impuls zum Mittwoch in der 4. Fastenwoche
als Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

10. März 2021: Demut – ein Impuls zum Mittwoch in der 3. Fastenwoche
als Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

3. März 2021: Achtsamkeit – ein Impuls zum Mittwoch in der 2.Fastenwoche als Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

24. Februar 2021: Sehnsucht – ein Impuls zum Mittwoch in der 1.Fastenwocheals Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

21.Februar 2020- Wort zum Sonntag
Jedem Kind fällt ein Stein vom Herzen, wenn der „Schwarze Peter“ weiterwandert. So geht er von Hand zu Hand, während jeder Mitspieler darauf achtet, die beiden passenden Karten möglichst schnell abzulegen. Weil der „Schwarze Peter“ eine Einzelkarte ist, hat er kein Gegenüber; darum, bleibt er am Schluss in der H SpielerNicht nur das Spiel ist dann verloren, sondern der Spieler selbst wird zum „Schwarzen Peter“. Viele ärgern sich darüber und sind nicht mehr bereit, weiter mitzuspielen.

Wie oft spielen wir im Leben „Schwarzer Peter“. Da wird einfach einem anderen die Schuld zugeschoben. Einer muß doch für das Elend in der Welt verantwortlich sein; dieser eine ist dann schnell gefunden. Bald aber merkt der so Beschuldigte, dass er es auch nicht sein will, und gibt die Karte an einen anderen weiter – an die Politiker, Wissenschaftler, Eltern, Lehrer, Priester, Ausländer. So kann die Karte viele Runden drehen,bis ein Teilnehmer unseres gesellschaftlichen Spiels nicht mehr kann und resigniert feststellt: „Jetzt haben sie mir den Schwarzen Peter zugeschoben.

Die Fastenzeit lädt uns ein, diesem unfairen und eigentlich grausamen Spiel ein Ende zu bereiten. Tatsächlich gibt es hier eine Möglichkeit dieses Spiel zu beenden und das menschliche Klima zu verändern: Der „Schwarze Peter“ soll nicht weitergegeben, sondern aus dem Spiel genommen werden. Nur so kann die Kette der ungerechtfertigten Schuldzuweisung unterbrochen werden. Wenn diese Kette weg ist, werden wir zu echten freien Menschen.

Am Anfang der Fastenzeit lädt das Evangelium ein, uns wie Jesus in die Wüste führen zu lassen. Da nach der Auskunft des Evangelisten Markus der Geist es tut, dürfte Gott selbst dahinter stehen. Hier ist die „Wüste“ nicht eine Landschaft oder ein Ort, sondern der Ausdruck unseres eigenen, zu ordnenden Lebens. Wir sollen nicht über andere nachdenken, sondern über uns selbst. Gerade die Fastenzeit möchte uns diese Wüste ermöglichen und uns dabei helfen, auf die Frage, was machen wir mit dem ewigen „Schwarzen Peter“ in unserem Leben, eine Antwort zu finden. Geben wir die Karte einfach weiter, oder nehmen wir sie aus dem Spiel weg?

Wer selbst vor Gott in Ordnung ist, der kann auch Ordnung in die Welt bringen; er hat es nicht mehr nötig, anderen die Schuld zuzuweisen. Wer sich „bekehrt“, hat den „Schwarzen Peter“ aus dem Spiel unserer menschlichen Beziehungen genommen.

Pfr. Janus Plewnia

17. Februar 2021- Aschermittwoch

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst!“

Kaum ein Tag im Kirchenjahr erinnert uns so klar an unsere eigene Vergänglichkeit wie der Aschermittwoch. Johann Sebastian Bach schreibt für sein „Orgelbüchlein“ – eine Sammlung verschiedenster Choralvorspiele – eine Bearbeitung des Chorals „Alle Menschen müssen sterben“. Der Text dieses Liedes nimmt diesen Gedanken auf, verweist aber auf unsere Perspektive des Lebens bei Gott. Die erste Strophe lautet:

Alle Menschen müssen sterben,
alles Fleisch ist gleich wie Heu;
was da lebet, muss verderben,
soll es anders werden neu.
Dieser Leib, der muss verwesen,
wenn er anders soll genesen
zu der großen Herrlichkeit,
die den Frommen ist bereit’.

Tobias Leschke spielt dieses Choralvorspiel zu Beginn der Fastenzeit in der Kirche St. Josef, Iserlohn.

Das Video finden Sie hier.

14. Februar 2021

Valentinstag: Eine Erfindung der Blumenindustrie??? Ganz so ist es nicht. Vielmehr kann die Liebe zweier Menschen ein Bild der Liebe Gottes zu den Menschen sein. Dort berühren sich Himmel und Erde…
Das Video finde Sie hier.

10. Februar 2021
Gedanken zum Tagesevangelium von Mittwoch (10.2.2021), dem Gedenktag der Hl. Scholastika (Äbtissin und Schwester des Hl. Benedikt), als Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

1. und 2. Februar

Einige Gedanken zum Fest der Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess)als Audio-Datei
Gemeindereferentin Susanne Knufmann

31. Januar

Gott gab uns Atem

Anna Kristina Naechster nimmt den Psalm 95 in den Blick und teilt ihre Gedanken zur Bewahrung der Schöpfung -natürlich auch musikalisch. Das Video finden Sie hier.

29. Januar 2021

Perspektiven verändern

Arthur Schopenhauer hat mal gesagt: „Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.“ Richtig und gleichzeitig traurig.

Würden es die Menschen schaffen, sich über das zu freuen, was sie schon alles haben, wären mindestens 99% der negativen Gedanken und schlechten Gefühle sofort verschwunden. Denn genau daher kommen sie, diese negativen Gedanken.
Anstatt das zu sehen, was sie haben und was gut läuft, schauen viele Menschen auf all das, was nicht läuft oder was ihnen angeblich noch fehlt. Und nicht selten spielt der Neid eine Rolle, Neid auf das, was andere haben.

Und genau diese Perspektive ist es, die entweder massiv Energie gibt oder aber auch massiv Energie abziehen kann. Genau darin liegt auch der Grund dafür, warum ein Mönch im Tempel glücklicher sein kann als ein Milliardär im Palast. Es liegt nicht daran, wie viel ein Mensch hat, sondern daran, in welcher Art und Weise er darauf schaut.
In Momenten, wo es uns einfach nur gut geht, wo es an nichts fehlt, wo einfach nur alles toll ist, passiert etwas: Man hat die richtige Perspektive eingenommen.
Weggehen von sich selbst. Weg von „Mir fehlt dies und das, um glücklich zu sein“ hin zu: „Ich hab ja alles, was ich brauche“. Diese Veränderung der Perspektive ist ein Glücksbringer. Einfach mal zufrieden sein zu können, mit dem, was ist.

(www.blicklicht-leben.de, In: Pfarrbriefservice.de)

Hedwig Franz

28. Januar 2021: Gedenktag des heiligen Thomas von Aquin

Kaum ein Heiliger ist der Frage nach Gott so wissenschaftlich nachgegangen wie der Heilige des heutigen Tages. In Rom und Paris entstand sein bekanntestes Werk, die bis heute wegweisende „Summa theologiae“, das Lehrbuch der Theologie. Thomas von Aquin verfasste zahlreiche Schriften zu verschiedenen wirtschaftlichen, kanonischen und moralischen Fragen. Drei der von Thomas getexteten Lieder finden sich im Gotteslob: „Pange lingua“, „Lauda Sion salvatorem“ in der deutschen Übersetzung „Lobe Zion, deinen Hirten“ und „Adoro te devote“ in der deutschen Übersetzung „Gottheit tief verborgen“. Ab dem Nikolaustag 1273 – der Überlieferung nach auf Grund eines mystischen Erlebnisses – weigerte er sich, weiter zu schreiben: „Alles, was ich geschrieben habe, erscheint mir wie Spreu, verglichen mit dem, was ich geschaut habe.“

Thomas von Aquin widmete sein ganzes Leben der Frage nach Gott, konnte ihn aber trotz seiner aufwändigen Bemühungen nicht fassen. DKM Tobias Leschke spielt anlässlich des heutigen Gedenktages die Choralbearbeitung über „Allein Gott in der Höh´ sei Ehr´“ von Johann Sebastian Bach aus dem Dritten Teil der Clavierübung.
Das Video finden Sie hier.

Gebet am Fest der Bekehrung des Heiligen Paulus – 25. Januar
Manchmal geht es nicht mehr so weiter.
Mein inneres Navigationsgerät warnt: „Wenn möglich, bitte umkehren!“
Doch noch sehe ich keine Notwendigkeit.
Ich bin wie mit Blindheit geschlagen.

Herr, gib mir Mut, innezuhalten und mein eigenes Tun kritisch in einem anderen Licht zu sehen.
Hilf mir, auszusteigen aus dem ewigen Kreislauf dessen, was ich für richtig halte.
In diesem anderen Licht lass meine Irrtümer und Irrwege in den Blick kommen.
Hilf mir, die dunklen Seiten meines Lebens anzunehmen und zu lernen, dass sie zu mir gehören.
Und dann hilf mir, mutige, neue Wege in die Zukunft zu gehen und nicht da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe.
Lass mich aus dem Inne- und dem Aushalten neue Erkenntnisse gewinnen und nutzen für einen Neuanfang.
Ich weiß, dass das nicht einfach ist, weil Veränderungen notwendig werden und ich vielleicht ein anderer, ein neuer Mensch werde, der neu die frohe Botschaft Gottes verkündet und aus ihr lebt. Amen.

Gemeindereferentin Susanne Knufmann

23./24. Januar

“Wort zum Sonntag..”

Evangelium Mk 1, 14–20

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war,
ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um
und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihre Netze auswarfen;
sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen:
Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er ein Stück weiterging,
sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sogleich rief er sie
und sie ließen ihren Vater Zebedäus
mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück
und folgten Jesus nach.

Nach seiner ersten Begegnung mit Jesus hat sich Apostel Andreas richtig gefreut: Hurra, ich habe den Messias endlich gefunden! Er hat sich so gefreut, dass er sofort zu seinem Bruder Simon gelaufen ist, um mit ihm seine Freude zu teilen. „Du Simon, ich habe den Messias gefunden; komm mit.“ Die Freude von Andreas und seine Begeisterung waren so ansteckend, dass sein Bruder Simon mitgegangen ist, um Jesus kennenzulernen. Andreas hat seine Freude nicht für sich behalten, sondern sie mit anderen geteilt und so sein Ziel erfüllt. So eilte die frohe Botschaft von einem zum anderen wie ein Lauffeuer der Freude. Gott will bis heute, dass Menschen die Botschaft der Freude weitertragen.
Wo einer zum anderen sagt: „Du bist wichtig! Wir brauchen dich! Wir freuen uns, dass du da bist!, da schwindet jedes Gefühl der Überflüssigkeit. Wer so angesprochen wird, dann erfreut sich sein Herz. Die Frau aus einer Geschichte von Jesus, die ihre verlorengegangene Drachme wiedergefunden hatte, war sofort zu ihrer Nachbarin gelaufen, um ihr ihre Freude mitzuteilen; auch sie sollte Anteil an ihrem Glück haben. Eine richtige, echte Freude muss mit anderen geteilt werden. Die Nahrung der echten Freude ist: das gute Wort, das Geschenk der Zeit, die Kraft des Zuhörens, die Bereitschaft zur Wegbegleitung, der begründete Trost oder die überzeugende Ermunterung. Aus solchen Quellen wird die echte Freude gespeist. Schon an der Verpackung erkennt man, ob ein liebendes Herz dahinter steht.
So lass uns, auch in dieser schwierigen Zeit, beten: O Herr erfreue unser Herz!

Pfr. Janus Plewnia

22. Januar

“Sehnsucht nach mehr…”

Die aktuellen Bedingungen menschlichen Lebens legen Sehnsüchte offen. Maria Schmiemann teilt ihre Gedanken zu einem (sinn-)erfüllten Leben.

Das Video finden Sie hier.

21. Januar

Erfüllung in der Einsamkeit?

Kennen Sie das auch?
Sie haben nichts vor,
haben keinen,
der Sie an die Hand nimmt,
die nötigen Arbeiten sind getan.

Vielleicht will Gott Sie besuchen,
er sucht Sie in Ihrer Einsamkeit.
Oder suchen Sie ihn
im Klang der Musik,
in der Schönheit der Natur,
am Bett eines Kranken!

Text: Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Hedwig Franz

20. Januar

Nicole Wasner hat sich Gedanken zum Antwortpsalm des heutigen Tages Ps 110, V. 5: “Der Herr steht dir zur Seite” gemacht und eine Collage erstellt.

Das Video finden Sie hier

19. Januar

Der Sonnengesang des Franziskus
Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

(katholisch.de)

Jutta Rogold

18. Januar
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus (Mk 2,18-22)
18Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?
19Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.
20Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten.
21Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch größerer Riss.
22Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

(Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart Alle Rechte vorbehalten)

Gehen wir mit den Worten des heutigen Tagesevangeliums in die nächsten Tage:
Jesu Jünger scheinen anders zu sein und zu handeln als erwartet.
Und Jesus gibt die Erklärung dazu: Eine neue Zeit ist angebrochen, sie erfordert eine neue Einstellung!
Mit Jesus beginnt ein neues Zeitalter, wir zählen unsere Jahre nach „vor Christus“ und „nach Christus“.
Jedes Jahr feiern wir diesen neuen An- und Aufbruch an Weihnachten – und „gehen mit ihm in ein neues Jahr“ wie es im Bonhoeffer-Lied heißt.
Aber sind wir uns dessen auch bewusst und – mehr noch – fließt das auch in unser Denken und Handeln ein?
Das alte Kleid, der alte Schlauch, es reicht nicht, sie immer nur zu flicken, das richtet unter Umständen noch mehr Schaden an.
Und „neue Zeit“ heißt nicht „neue Zeit und dann Stillstand“, sondern immer wieder Erneuerung, sonst reicht auch das alte Kleid oder der alte Schlauch.

Achten wir doch einmal in dieser Woche darauf: Wo und wann kann oder muss ich ein „neues Kleid“ anziehen, um meinen Glauben an diesen Jesus Christus, der radikal Neues bringt, auch deutlich zu zeigen? Oder wo und wann kann oder muss ich „ein neuer Schlauch“ sein, der Jesu froh machende Botschaft von der Erlösung aufnimmt und weiterleitet?

Gemeindereferentin Susanne Knufmann

16./17. Januar

“Berufung”- dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte des 2. Sonntags im Jahreskreis. Unsere Stimmbildnerin Anna Kristina Naechster hat sich zu den Texten dieses Sonntags Gedanken gemacht und lässt uns – natürlich auch mit Musik – daran teilhaben. Wir wünschen viel Freude.

Sie können sich das Video hier ansehen.

15. Januar

Und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.

Hebräer 10,24

Tina Nwosu

13. Januar: Gedenktag des hl. Hilarius von Tours

Es gibt berühmte Kirchenlehrer wie Augustinus, Thomas von Aquin oder Katharina von Siena – und weniger bekannte wie Hilarius von Poitiers (um 315-367). Ohne ihn wäre die Geschichte des westlichen Christentums aber vielleicht ganz anders verlaufen. Hilarius entstammte einer wohlhabenden heidnischen Familie im heutigen Westfrankreich und schlug nach seinem Philosophie- und Rhetorikstudium zunächst die römische Beamtenlaufbahn ein. Im Studium der Heiligen Schrift fand er die Wahrheit, nach der er so lange gesucht hatte: 345 ließ sich Hilarius mit Frau und Tochter taufen. Keine zehn Jahre später wählte die Gemeinde von Poitiers Hilarius zu ihrem Bischof. Die gesamtkirchliche Lage aber war kompliziert: Damals waren im Römischen Reich noch christliche Strömungen verbreitet, welche die Gottheit Jesu ablehnten. Von Beginn seiner Amtszeit an trat Hilarius energisch für den Glauben an die Trinität ein – und widersprach sogar Kaiser Constantius II. Dafür musste Hilarius ins Exil nach Phrygien (heutige Türkei) gehen. Er nutzte seine Zeit, um die griechische Theologie des Ostens besser kennenzulernen. Sein neugewonnenes Wissen fasste Hilarius in zwei lateinischen Abhandlungen zusammen. Als sich Hilarius selbst im Exil in kirchenpolitische Diskussionen einmischte, schickte ihn Constantius II. zurück in den Westen – hier könne er weniger Schaden anrichten. Bei seiner Rückkehr nach Poitiers wurde Hilarius als Held des rechten Glaubens jubelnd empfangen. Er starb im Januar 367 in seiner Bischofsstadt.

(katholisch.de)

Aus dem Tagesgebet:

Gib uns Weisheit und Kraft,
damit wir die Größe dieses Geheimnisses erkennen
und deinen Sohn glaubwürdig bezeugen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

DKM Tobias Leschke

Segen zum neuen Jahr 2021
(in Anlehnung an einen irischen Neujahrssegen)

Mögest du die glücklichen Stunden des alten Jahres in der Schatzkiste deiner Erinnerung behalten und die schwierigen Stunden dir neue Erfahrungen schenken, die dich stärken und deinen Blick weiten.
Möge das alte Jahr mit all seinen Herausforderungen ein Puzzleteil deines Lebens sein, ohne das das ganze Bild nicht sichtbar wird.
Mögest du in diesem noch jungen Jahr mehr Gelegenheit haben zu danken als zu klagen.
Möge ein Licht am Horizont dir ein stetiger Wegweiser sein.
Mögen die Zeiten, in denen du deine Freunde entbehren musst, immer weniger werden und die Zeiten der Umarmung, des Beieinanderseins und der Gemeinschaft stetig mehr.
Mögest du Gesicht zeigen und die Hand wieder reichen können und wir einander wieder Beistand leisten statt Abstand halten.
Möge dir und deinen Lieben die Gesundheit erhalten oder von neuem geschenkt werden und Mut, Hoffnung und Zuversicht eure ständigen Begleiter sein.
Mögest du, wenn Unheil über dich hereinbricht, Trost und Heil im Glauben finden und deine Tränen getrocknet werden.
Gottes liebender Blick ruhe auf dir und er segne dich und uns alle mit Geduld. Verständnis, Einsicht, einem dicken Fell und viel Durchhaltevermögen.
Amen.

Gemeindereferentin Susanne Knufmann

Fest der Taufe des Herrn

Heute, mit dem Fest der Taufe Jesu, endet der Weihnachtsfestkreis und das
Kirchenjahr, der Alltag nimmt seinen Lauf.
Jesu öffentliches Wirken beginnt mit der Zusage Gottes an ihn: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“. Aus dieser Zusage lebt und wirkt Jesus. Auch Christen sind Kinder Gottes. Ihnen spricht Gott diesen Satz zu. Sie sind eingeladen, aus diesem Vertrauen zu leben.

Aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 3,13-17)
13 Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich
von ihm taufen zu lassen.
14 Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von
dir getauft werden und du kommst zu mir?
15 Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.
16 Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe,
da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf
sich herabkommen.
17 Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter
Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Gedanken zum Evangelium am Fest der Taufe des Herrn
In der Denk- und Sichtweise biblischer Texte geht es weniger darum, wie
etwas geschehen ist, sondern was geschehen ist und warum es geschehen ist.
Bei der Taufe Jesu ist es deshalb nicht wichtig, ob der Geist Gottes nun in Gestalt einer Taube über ihn kam, sondern dass er über ihn kommt. Es ist nicht wichtig, ob der Himmel sich sichtbar auftat, sondern dass er nun offen ist. Denn Gott hat sich uneingeschränkt auf die Seite des Menschen Jesus gestellt. Da fällt mir als erstes ein: Ich bin ja auch getauft. Und das heißt: Auch ich
gehöre zu Jesus Christus. Auch zu mir hat Gott sein Ja gesagt. Auch mir steht der Himmel offen. Der Weg zu Gott ist frei. Ist das nicht herrlich? Aber kaum ist dieser Gedanke in meinem Kopf, da meldet sich noch eine
andere Stimme in mir: »Was, du willst zu Jesus Christus gehören? Du? Schau
dich doch mal an. Dein Misstrauen, dein Egoismus, dein Unfrieden, deine
Halbherzigkeit. Glaubst du im Ernst, dass Gott mit dir zu tun haben will?« »Ja, ich glaube schon!« – Ich bin fast ein wenig erschrocken, dass ich den Mut habe, dieser Stimme in mir zu widersprechen. »Ja, ich glaube schon! Denn genau deshalb ist Gott Mensch geworden und war gerade für diejenigen da, die sonst immer nur hörten: Du? Du bist doch krank! Wer weiß, was du alles auf dem Kerbholz hast. Was hast denn ausgerechnet du mit Gott zu tun? Du? Unmoralisch wie du bist, sollte man dich … na ja, du weißt schon! -
Für diese Menschen war er da. Warum sollte er nicht auch für mich da sein?« Aber schon kommt ein neuer Einwand, da hakt diese Stimme noch einmal
nach: »Warum merkst du dann so selten, dass er auf deiner Seite steht? Warum misslingt dir so vieles, trotz guten Willens? Warum bist du manchmal
niedergeschlagen, mutlos? Wenn Gott tatsächlich Ja zu dir gesagt hat, schon
bei deiner Taufe, woran spürst du das in deinem täglichen Leben? »Vielleicht achte ich zu wenig darauf«, antworte ich still. »Vielleicht richte
ich meine Augen und Sinne zu oft auf Dinge, die sich in den Vordergrund
drängen, ohne wirklich wichtig zu sein. Aber eines weiß ich: Es hat in meinem Leben Situationen gegeben, da habe ich es gespürt, dass da einer an
meiner Seite geht. Wo etwas gelungen ist, ganz unverhofft, unerwartet. Wo
ich anderen Menschen helfen konnte und gespürt habe, wie dankbar sie sind.
Aber auch umgekehrt: Wo ich selbst Trost, Zuspruch und Aufmunterung be-
kam in Augenblicken, wo ich dachte: Du schaffst das nicht. Wo ich unsicher
war, verzweifelt, am Boden, niedergeschlagen. Und wo sich dann jemand
Zeit für mich nahm, mir zuhörte und mir einen guten Rat gab. Eines ist mir beim Nachdenken klar geworden: Gott bleibt an meiner Seite,
auch wenn es wieder Schwierigkeiten gibt. Und die werden nicht ausbleiben.
Aber er steht zu mir wie ein wirklicher Freund. Er geht mit mir durch Dick
und Dünn in nicht nachlassender Ausdauer und Geduld. Auch dann, wenn ich
ihn einmal aus den Augen verliere, wenn der Zweifel mir den Blick verstellt.
Er verliert mich nicht aus den Augen. Keinen von uns!

Gebet
Allmächtiger, ewiger Gott,
bei der Taufe im Jordan
kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab,
und du hast ihn als deinen geliebten Sohn geoffenbart.
Gib, dass auch wir,
die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wieder geboren sind,
in deinem Gefallen stehen
und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.
Allen einen gesegneten Festtag der Taufe des Herrn!

Pfr. Johannes Hammer