"Da sein..." Impulse des Pastoralteams und Ehrenamtlern in Zeiten ohne Präsenzgottesdienste

08.01.2021 – "Da sein..." unter diesem Motto sind das Pastoralteam und die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im PV Iserlohn auch weiterhin für Sie und Ihre Anliegen da! In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Videos, Audios, Bilder, Newsletter, Gebete zu den Texten der Tage im Januar.

21. Januar

Erfüllung in der Einsamkeit?

Kennen Sie das auch?
Sie haben nichts vor,
haben keinen,
der Sie an die Hand nimmt,
die nötigen Arbeiten sind getan.

Vielleicht will Gott Sie besuchen,
er sucht Sie in Ihrer Einsamkeit.
Oder suchen Sie ihn
im Klang der Musik,
in der Schönheit der Natur,
am Bett eines Kranken!

Text: Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Hedwig Franz

20. Januar

Nicole Wasner hat sich Gedanken zum Antwortpsalm des heutigen Tages Ps 110, V. 5: “Der Herr steht dir zur Seite” gemacht und eine Collage erstellt.

Das Video finden Sie hier

19. Januar

Der Sonnengesang des Franziskus
Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

(katholisch.de)

Jutta Rogold

18. Januar
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus (Mk 2,18-22)
18Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?
19Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.
20Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten.
21Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch größerer Riss.
22Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

(Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart Alle Rechte vorbehalten)

Gehen wir mit den Worten des heutigen Tagesevangeliums in die nächsten Tage:
Jesu Jünger scheinen anders zu sein und zu handeln als erwartet.
Und Jesus gibt die Erklärung dazu: Eine neue Zeit ist angebrochen, sie erfordert eine neue Einstellung!
Mit Jesus beginnt ein neues Zeitalter, wir zählen unsere Jahre nach „vor Christus“ und „nach Christus“.
Jedes Jahr feiern wir diesen neuen An- und Aufbruch an Weihnachten – und „gehen mit ihm in ein neues Jahr“ wie es im Bonhoeffer-Lied heißt.
Aber sind wir uns dessen auch bewusst und – mehr noch – fließt das auch in unser Denken und Handeln ein?
Das alte Kleid, der alte Schlauch, es reicht nicht, sie immer nur zu flicken, das richtet unter Umständen noch mehr Schaden an.
Und „neue Zeit“ heißt nicht „neue Zeit und dann Stillstand“, sondern immer wieder Erneuerung, sonst reicht auch das alte Kleid oder der alte Schlauch.

Achten wir doch einmal in dieser Woche darauf: Wo und wann kann oder muss ich ein „neues Kleid“ anziehen, um meinen Glauben an diesen Jesus Christus, der radikal Neues bringt, auch deutlich zu zeigen? Oder wo und wann kann oder muss ich „ein neuer Schlauch“ sein, der Jesu froh machende Botschaft von der Erlösung aufnimmt und weiterleitet?

Gemeindereferentin Susanne Knufmann

16./17. Januar

“Berufung”- dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte des 2. Sonntags im Jahreskreis. Unsere Stimmbildnerin Anna Kristina Naechster hat sich zu den Texten dieses Sonntags Gedanken gemacht und lässt uns – natürlich auch mit Musik – daran teilhaben. Wir wünschen viel Freude.

Sie können sich das Video hier ansehen.

15. Januar

Und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.

Hebräer 10,24

Tina Nwosu

13. Januar: Gedenktag des hl. Hilarius von Tours

Es gibt berühmte Kirchenlehrer wie Augustinus, Thomas von Aquin oder Katharina von Siena – und weniger bekannte wie Hilarius von Poitiers (um 315-367). Ohne ihn wäre die Geschichte des westlichen Christentums aber vielleicht ganz anders verlaufen. Hilarius entstammte einer wohlhabenden heidnischen Familie im heutigen Westfrankreich und schlug nach seinem Philosophie- und Rhetorikstudium zunächst die römische Beamtenlaufbahn ein. Im Studium der Heiligen Schrift fand er die Wahrheit, nach der er so lange gesucht hatte: 345 ließ sich Hilarius mit Frau und Tochter taufen. Keine zehn Jahre später wählte die Gemeinde von Poitiers Hilarius zu ihrem Bischof. Die gesamtkirchliche Lage aber war kompliziert: Damals waren im Römischen Reich noch christliche Strömungen verbreitet, welche die Gottheit Jesu ablehnten. Von Beginn seiner Amtszeit an trat Hilarius energisch für den Glauben an die Trinität ein – und widersprach sogar Kaiser Constantius II. Dafür musste Hilarius ins Exil nach Phrygien (heutige Türkei) gehen. Er nutzte seine Zeit, um die griechische Theologie des Ostens besser kennenzulernen. Sein neugewonnenes Wissen fasste Hilarius in zwei lateinischen Abhandlungen zusammen. Als sich Hilarius selbst im Exil in kirchenpolitische Diskussionen einmischte, schickte ihn Constantius II. zurück in den Westen – hier könne er weniger Schaden anrichten. Bei seiner Rückkehr nach Poitiers wurde Hilarius als Held des rechten Glaubens jubelnd empfangen. Er starb im Januar 367 in seiner Bischofsstadt.

(katholisch.de)

Aus dem Tagesgebet:

Gib uns Weisheit und Kraft,
damit wir die Größe dieses Geheimnisses erkennen
und deinen Sohn glaubwürdig bezeugen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

DKM Tobias Leschke

Segen zum neuen Jahr 2021
(in Anlehnung an einen irischen Neujahrssegen)

Mögest du die glücklichen Stunden des alten Jahres in der Schatzkiste deiner Erinnerung behalten und die schwierigen Stunden dir neue Erfahrungen schenken, die dich stärken und deinen Blick weiten.
Möge das alte Jahr mit all seinen Herausforderungen ein Puzzleteil deines Lebens sein, ohne das das ganze Bild nicht sichtbar wird.
Mögest du in diesem noch jungen Jahr mehr Gelegenheit haben zu danken als zu klagen.
Möge ein Licht am Horizont dir ein stetiger Wegweiser sein.
Mögen die Zeiten, in denen du deine Freunde entbehren musst, immer weniger werden und die Zeiten der Umarmung, des Beieinanderseins und der Gemeinschaft stetig mehr.
Mögest du Gesicht zeigen und die Hand wieder reichen können und wir einander wieder Beistand leisten statt Abstand halten.
Möge dir und deinen Lieben die Gesundheit erhalten oder von neuem geschenkt werden und Mut, Hoffnung und Zuversicht eure ständigen Begleiter sein.
Mögest du, wenn Unheil über dich hereinbricht, Trost und Heil im Glauben finden und deine Tränen getrocknet werden.
Gottes liebender Blick ruhe auf dir und er segne dich und uns alle mit Geduld. Verständnis, Einsicht, einem dicken Fell und viel Durchhaltevermögen.
Amen.

Gemeindereferentin Susanne Knufmann

Fest der Taufe des Herrn

Heute, mit dem Fest der Taufe Jesu, endet der Weihnachtsfestkreis und das
Kirchenjahr, der Alltag nimmt seinen Lauf.
Jesu öffentliches Wirken beginnt mit der Zusage Gottes an ihn: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“. Aus dieser Zusage lebt und wirkt Jesus. Auch Christen sind Kinder Gottes. Ihnen spricht Gott diesen Satz zu. Sie sind eingeladen, aus diesem Vertrauen zu leben.

Aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 3,13-17)
13 Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich
von ihm taufen zu lassen.
14 Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von
dir getauft werden und du kommst zu mir?
15 Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.
16 Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe,
da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf
sich herabkommen.
17 Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter
Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Gedanken zum Evangelium am Fest der Taufe des Herrn
In der Denk- und Sichtweise biblischer Texte geht es weniger darum, wie
etwas geschehen ist, sondern was geschehen ist und warum es geschehen ist.
Bei der Taufe Jesu ist es deshalb nicht wichtig, ob der Geist Gottes nun in Gestalt einer Taube über ihn kam, sondern dass er über ihn kommt. Es ist nicht wichtig, ob der Himmel sich sichtbar auftat, sondern dass er nun offen ist. Denn Gott hat sich uneingeschränkt auf die Seite des Menschen Jesus gestellt. Da fällt mir als erstes ein: Ich bin ja auch getauft. Und das heißt: Auch ich
gehöre zu Jesus Christus. Auch zu mir hat Gott sein Ja gesagt. Auch mir steht der Himmel offen. Der Weg zu Gott ist frei. Ist das nicht herrlich? Aber kaum ist dieser Gedanke in meinem Kopf, da meldet sich noch eine
andere Stimme in mir: »Was, du willst zu Jesus Christus gehören? Du? Schau
dich doch mal an. Dein Misstrauen, dein Egoismus, dein Unfrieden, deine
Halbherzigkeit. Glaubst du im Ernst, dass Gott mit dir zu tun haben will?« »Ja, ich glaube schon!« – Ich bin fast ein wenig erschrocken, dass ich den Mut habe, dieser Stimme in mir zu widersprechen. »Ja, ich glaube schon! Denn genau deshalb ist Gott Mensch geworden und war gerade für diejenigen da, die sonst immer nur hörten: Du? Du bist doch krank! Wer weiß, was du alles auf dem Kerbholz hast. Was hast denn ausgerechnet du mit Gott zu tun? Du? Unmoralisch wie du bist, sollte man dich … na ja, du weißt schon! -
Für diese Menschen war er da. Warum sollte er nicht auch für mich da sein?« Aber schon kommt ein neuer Einwand, da hakt diese Stimme noch einmal
nach: »Warum merkst du dann so selten, dass er auf deiner Seite steht? Warum misslingt dir so vieles, trotz guten Willens? Warum bist du manchmal
niedergeschlagen, mutlos? Wenn Gott tatsächlich Ja zu dir gesagt hat, schon
bei deiner Taufe, woran spürst du das in deinem täglichen Leben? »Vielleicht achte ich zu wenig darauf«, antworte ich still. »Vielleicht richte
ich meine Augen und Sinne zu oft auf Dinge, die sich in den Vordergrund
drängen, ohne wirklich wichtig zu sein. Aber eines weiß ich: Es hat in meinem Leben Situationen gegeben, da habe ich es gespürt, dass da einer an
meiner Seite geht. Wo etwas gelungen ist, ganz unverhofft, unerwartet. Wo
ich anderen Menschen helfen konnte und gespürt habe, wie dankbar sie sind.
Aber auch umgekehrt: Wo ich selbst Trost, Zuspruch und Aufmunterung be-
kam in Augenblicken, wo ich dachte: Du schaffst das nicht. Wo ich unsicher
war, verzweifelt, am Boden, niedergeschlagen. Und wo sich dann jemand
Zeit für mich nahm, mir zuhörte und mir einen guten Rat gab. Eines ist mir beim Nachdenken klar geworden: Gott bleibt an meiner Seite,
auch wenn es wieder Schwierigkeiten gibt. Und die werden nicht ausbleiben.
Aber er steht zu mir wie ein wirklicher Freund. Er geht mit mir durch Dick
und Dünn in nicht nachlassender Ausdauer und Geduld. Auch dann, wenn ich
ihn einmal aus den Augen verliere, wenn der Zweifel mir den Blick verstellt.
Er verliert mich nicht aus den Augen. Keinen von uns!

Gebet
Allmächtiger, ewiger Gott,
bei der Taufe im Jordan
kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab,
und du hast ihn als deinen geliebten Sohn geoffenbart.
Gib, dass auch wir,
die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wieder geboren sind,
in deinem Gefallen stehen
und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.
Allen einen gesegneten Festtag der Taufe des Herrn!

Pfr. Johannes Hammer